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Wirtschaftslexikon
Ausgabe 2017
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Kybernetik

Die formale Theorie der Funktionsweise informationsverarbeitender Kommunikati­onssysteme und die Erforschung von Steue­rungs- und Regelvorgängen in komplexen, sich selbst regelnden Systemen mit Hilfe von mathe­matischen Modellen. Der Begriff wurde 1948 von Norbert Wiener als Bezeichnung für die Erfor­schung von Steuerungs- und Regelvorgängen in Technik, Biologie und den Sozialwissenschaften verwendet (“Cybernetics or control and commu­nication in the animal and the machine”). Dabei macht die Kybernetik grundsätzlich keinen Unter­schied zwischen Organismen, lebenden, sozia­len und technischen Systemen. Die heutigen Möglichkeiten der kybernetischen Darstellung und Forschung sind durch vier Entdeckungen ge­prägt:

1. Die Erkenntnis, dass ein stabiles Systemverhal­ten bei unberechenbaren Störeinflüssen nur durch Rückmeldung des momentanen Fehlers dann erreichbar ist, wenn der Fehlbetrag als Kor­rekturgröße wirksam wird;

2. die Entdeckung, dass der Informationsgehalt einer Nachricht meßbar ist;

3. die Entdeckung, dass Schaltungsstrukturen von der Art der Nervennetze die Erkennungssi­cherheit bei transformierten Eingangssignalen oder Zeichen aufrechterhalten können und

4. die Entdeckung, dass informationsverarbeiten­de Systeme mit einheitlichen Mitteln theoretisch geschlossen darstellbar sind.





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